Bericht vom Herbstkonzert am 24.10.2010

 

Einen eindrucksvollen Konzertabend erlebten die Gäste des Musikvereins Eintracht Spielberg. Mit ihrem „Herbstkonzert“, diesmal bewusst ohne Vorgabe eines Mottos, bewiesen die Formationen des Musikvereins in der Berghalle Spielberg vor allem die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten in der modernen Blasmusik. Rolf Hamberger, der Moderator des Konzertabends, stellte zunächst das Jugendorchester unter seinem neuen Dirigenten Benjamin Knab vor. Mit „A Day in Space“, „Boulevard of Broken Dreams“ und „Satellite“ zeigte sich ein junges Orchester von erfreulicher musikalischer Qualität, in das endlich unüberhörbar die Spielfreude zurückgekehrt ist. Das Publikum dankte mit viel Applaus und bekam auch seine geforderte Zugabe.

 

Nach kurzem Bühnenumbau wartete der Spielberger Musikverein mit einer weiteren Neuigkeit auf: das neu gegründete Saxofonquartett „Volle Kanne“ zog mit perfekt dargebotenen Saxofonklängen die Zuhörer in seinen Bann. Zunächst die „Carmen-Suite“, später noch die Stücke „Birdland“ und „Ulla in Africa“ sowie eine Zugabe glänzten mit rhythmischer Präzision und mitreißendem Groove. Hier wird Ensemblespiel auf hohem Niveau präsentiert. Den Hauptteil des Programms übernahm das Blasorchester des Musikvereins Spielberg unter Isabell Liebich, die an diesem Abend ebenfalls ihr erstes Konzert in Spielberg gab. Eine neue Dirigentin sorgt immer für gespannte Erwartungen, sowohl hinsichtlich der Programmauswahl wie der musikalischen Gestaltung. In beiden Kategorien konnten Isabell Liebich und ihre Musikerinnen und Musiker vollkommen überzeugen. Der „Einzug der Edlen“ aus der Oper „Mlada“ von Nikolai Rimski-Korsakow bildete die feierliche Eröffnung. Es folgte ein größeres Werk mit dem Titel „El Quijote“ nach Cervantes’ berühmtem Roman, aus der Feder des spanischen Komponisten Ferrer Ferran. Rolf Hamberger rezitierte hier als Sprecher einige Sätze aus der Romanhandlung, das Blasorchester lieferte dazu ein differenziertes Tongemälde, mit viel spanischem Flair und großer emotionaler Ausdruckskraft.

Nach der Pause der Schock: grausige Piratenflaggen auf der Bühne, Trommelwirbel, die Musiker kommen auf die Bühne und stimmen ein Seeräuberlied an. Es ist  Musik von Hans Zimmer aus dem Film „Fluch der Karibik: Am Ende der Welt“. Die Musik rauscht hier daher wie eine Piratengaleere bei schwerem Sturm, unterbrochen von langsamen Passagen und einem eindrucksvollen Oboensolo. Im Programm folgte der „Jazz-Walzer Nr.1“, eine fast unglaubliche Verbindung von Swing und Wiener Walzer. Noch mehr Big-Band-Sound gab es mit „The Lion sleeps Tonight“, bei dem der Löwe nicht schlief, sondern in den Posaunen gefährlich knurrte. Und zum Abschluss kam „Udo Jürgens Live“ mit vielen bekannten Melodien des beliebten Sängers. Das Publikum bedankte sich mit reichlich Applaus und ließ das Orchester erst nach zwei Zugaben von der Bühne, dem Marsch „Unter dem Doppeladler“ und dem „Midnight Dancer“. Der Konzertabend in Spielberg war ein gelungener Einstand für die beiden neuen Dirigenten und das Saxofonquartett, und er beeindruckte mit einem sorgfältig ausgewählten und überzeugend dargebotenen Musikprogramm.

Fredy Hesselschwerdt

 

 


Musikprobe

Die Musikprobe des Blasorchesters findet jeden Dienstag von 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr im Probenraum der Berghalle Spielberg statt.

Wir würden uns freuen, Sie als neuen Musiker bei uns begrüßen zu dürfen. Kommen Sie doch einfach mal bei uns vorbei!

Musikprobe Jugend

Die Musikprobe der Jugend findet jeden Dienstag von 16:30 – 17:30 Uhr im Probenraum der Berghalle Spielberg statt.

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