Das Jahreskonzert des Musikvereins Spielberg, wie immer am Samstag vor dem Muttertag, entführte die Zuhörer diesmal in die Unendlichkeit des Weltraums. Einen musikalischen Einblick in nie gesehen Welten versprach Spielbergs Ortsvorsteher Joachim Karcher, der wie immer unterhaltsam und kurzweilig durch das Konzertprogramm führte. Schon der erste Titel, „Star Trek Through the Generations“, gab ihm Recht, denn die legendäre, seit Jahrzehnten erfolgreiche Film- und TV-Saga „Star Trek“ fliegt mit dem „Raumschiff Enterprise“ inzwischen durchs 24. Jahrhundert, wie jeder weiß.

Die beiden nächsten Stationen des Weltraumflugs lagen im heimischen Sonnensystem: Mit „Mars“ und „Jupiter“ erklangen zwei Sätze aus der Orchestersuite „Die Planeten“ von Gustav Holst. Dem Blasorchester des Musikvereins Spielberg unter seinem Leiter Steffen Unser gelang es, den Kriegsbringer Mars mit fast brutaler Aggressivität sowie die hymnische Festlichkeit des Jupiter eindrucksvoll hörbar zu machen. „Fate of the Gods“ (Schicksal der Götter) von Steven Reineke ist eine auf nordischen Mythen basierende musikalische Erzählung von Schöpfung, Chaos und Harmonie, deren Herausforderungen das Orchester überzeugend meisterte. Danach ging es direkt auf die Leiter zum Himmel. „Stairway to Heaven“ aus dem Jahr 1971 ist das wohl bekannteste Stück der britischen Rockband Led Zeppelin. Das Besondere daran: Die originale Blockflöten-Einleitung übernahm in Spielberg eine Gruppe der Blockflöten-Kinder des Musikvereins, mit ihrer Lehrerin Brigitte Kruse haben sie den Part bravourös gespielt. „Raumpatrouille Orion“ war eine legendäre deutsche Science-Fiction-Serie, die ab 1966 dem Fernsehen schier unglaubliche Einschaltquoten bescherte. Die Musik von Peter Thomas ist fast ebenso legendär, hier brachte das Orchester echte Weltraum-Atmosphäre in die Berghalle und erinnerte an eine Erkennungsmelodie, die noch heute vielen im Ohr ist.

Nach der Pause ging es dann ein wenig lockerer weiter. Zunächst erklang der berühmte „Astronauten-Marsch“ aus dem Umfeld von Ernst Mosch, gefolgt von bekannten Melodien aus dem Musical „Starlight Express“, das mit seiner rasanten Musik (Andrew Lloyd Webber) seit 1984 bis heute die Menschen begeistert. Mit „Stardust“ aus dem Jahr 1927 brachte der Musikverein einen berühmten Song zu Gehör, der längst zum Jazz-Standard geworden ist.  Für ein Orchester von kaum mehr als 25 Aktiven ist es eine erstaunliche Leistung, diesen vollen Bigband-Sound auf die Bühne zu zaubern. Auch mit dem folgenden Titel „Fly me to the Moon“ blieb man beim Swing und bei einem Song, der seit 1954 in unzähligen Versionen bekannt wurde. Die Spielberger Version lebte von der Interpretation der bezaubernden Sängerin Sorana Sarbu, die das Publikum musikalisch und mit ihrer Ausstrahlung vollkommen überzeugen konnte. Der Abschluss des Konzerts bedeutete eine Rückkehr aus dem Weltraum und war zugleich ein Vorgeschmack auf das geplante Open-Air-Konzert am 16. Juli in Spielberg. Dort sollen unter freiem Sommerhimmel Filmmelodien erklingen, dargeboten von den „Skysingers“ des Gesangvereins und dem Orchester des Musikvereins. Beide Ensembles brachten mit Melodien aus „Hair“ die Hippie-Ära zum Leben, die Skysingers mit ihrer Leiterin Uliana Nesterova dazu in zeittypischen Gewändern. Der gelungene Abschluss eines außergewöhnlichen Konzerts wurde mit viel Beifall bedacht, und die Akteure des Abends bedankten sich dafür mit zwei Zugaben, der „Moonlight Serenade“ von Glenn Miller und dem gemeinsam vorgetragenen „Frank Mills“ aus „Hair“.

 


Musikprobe

Die Musikprobe des Blasorchesters findet jeden Dienstag von 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr im Probenraum der Berghalle Spielberg statt.

Wir würden uns freuen, Sie als neuen Musiker bei uns begrüßen zu dürfen. Kommen Sie doch einfach mal bei uns vorbei!

Musikprobe Jugend

 

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